Besondere Orte in Norngard

Ortschaften

Burg Norngard und das Weiler

NorngardDer Sitz des Hauses Norngard ist die Burg Norngard, die in der südöstlichsten Ecke der eigenen Ländereien direkt am Ufer des Japal Sees steht. Wo einst grüne Wiesen und dichte Wälder reichten, soweit das Auge zu blicken vermochte, wird die Feste nun von einem moorigen Sumpfland umgeben. Im Laufe der Generationen begann die Burg somit auch im Morast einzusacken, wodurch ein Teil der Burg baufällig geworden ist. Heutzutage zieht keiner in Zweifel, dass dies Nedras Strafe dafür ist, dass sich die Ritter Norngards einst von ihr abgewendet und dem Kriegsgott Tior verschrieben haben.

In Sichtweite der Burg liegt die Ortschaft Norngard, mehr ein Weiler als ein richtiges Dorf, das einen kaum besseren Eindruck hinterlässt als die Burg selbst.

 

Das Dorf Georgsweiler

GeorgsweilerGeorgsweiler grenzt sowohl an den sagenumwobenen Elfenwald Lorinan als auch an die südwestliche Grenze des Ritterlehens. Georgseiler ist der Geburtsort des Gelehrten Rohnar, dem Leiter der großen Bibliothek in Middenheim. Außerdem werden hier die „Elfenfässer“ vom Böttcher Walburg herstellt – Weinfässer aus Holz, das im Lorinan geschlagen worden ist.

In der jüngeren Vergangenheit machte Georgsweiler insbesondere dadurch Schlagzeilen, dass es besonders arg von den Wölfen geplagt wurde, die sich in den Wirren des Bürgerkrieges ungehindert vermehren konnten.

 

Das Dorf Wallheim

WallheimWallheim ist ein Dorf im Nordwesten Norngards, das von der Landwirtschaft lebt. Die Bauern von Wallheim sind stolz darauf und bezeichnen ihren Ort auch als „die Kornkammer Norngards“.

Das Dorf ist aber auch für den Aberglauben seiner Bewohner bekannt. Diese fürchten insbesondere die Elfen und Feen des nahe gelegenen Lorinan. Daher haben Einwohner bereits vor vielen Generationen einen Wall um die Ortschaft errichtet und oben auf dem Wall alle paar Schritt Eisenstangen in die Erde gepflanzt. Es ist nämlich ein weit verbreiteter Aberglaube, dass die Elfen und Feenwesen das kalt geschmiedete Eisen fürchten. So kam Wallheim zu seinem Namen. Außerdem tragen die Wallheimer stets etwas aus kalt geschmiedetem Eisen bei sich und essen seit jeher mit Eisenbesteck.

 

Das Dorf Elbfurt

ElbbrückElbfurt liegt an den Ufern des Sogur an jener Stelle, an der vor Urzeiten eine große Brücke den Fluss überquerte. Die Brücke ist seit Menschengedenken zerfallen, doch die reichhalten Verzierungen des monumentalen Baus lassen auf die Elfen als Erbauer schließen.

Einst verband eine Straße dieses Dorf mit dem Sitz der Norngarder, doch nahm sich der Sumpf die Gegen zwischen den beiden Ortschaften und machte die Straße damit unpassierbar.

Alle Einwohner von Elbfurt lassen sich grob einem von drei Familienklans zurechnen, die jeweils unterschiedliche Einkommensquellen haben: den Fischfang, die Landwirtschaft und den Torfabbau. Über Generationen stellten die Torfbauern die Oberschicht von Elbfurt und ließen dies die beiden anderen Familienklans spüren. Das Blatt wendete sich jüngst mit dem Ausbruch eines Torfbrandes. Dieser ist noch nicht weit fortgeschritten, aber er wird langfristig den Wohlstand der Torfbauern von Elbfurt gefährden.

Das Dorf Caer Turan

Caer TuranCaer Turan liegt an den Steilklippen nah an der Mündung der Sogur in die Bucht von Turan. Hier ist auch die einzige Stelle, an der die sandigen Ufer am Fuße der Steilklippen über einen zerklüfteten Weg erreicht werden können. Dieser wurde einst von Naturgewalten erschaffen, doch die Einwohner schlugen über Generationen eine einfache Treppe aus dem Stein. Auf dem sandigen Ufer liegen flache Boote, mit denen die Einwohner zum Fischen aufs Meer hinaus fahren. Das zeichnet dieses die Dorfbewohner aus, denn Engonier besitzen für Gewöhnlich eine kulturelle Abneigung gegen das Meer und die Seefahrt.

Die Einwohner von Caer Turan sind auch sonst sehr eigenwillig und starrköpfig. Häufig zahlen sie ihren Zehnt zu spät und selten vollständig, bis mal wieder der Lehnsherr anreisen und ein ernstes Wort mit dem Dorfvorsteher reden muss. Diese Eigenheit kommt der Legende nach daher, dass die Bewohner von Caer Turan bis heute nicht den Norngardern verziehen habe, dass sie damals bei Ankunft der Urcaldrier ohne nennenswerten Widerstand das Knie vor den Fremden gebeugt haben.

 

Das Gasthaus zur Alten Schmiede

GasthausEin Gasthaus an der Wegkreuzung am südlichen Rande des Waldes Norn und gelegentlicher Treffpunkt für Durchreisende – und Helden.

 

 

Sagenumwobene Orte

 

Der Wald Norn und der Tempel der Roten Hirsche

Wald NornDer Wald Norn ist ein uralter Forst, der schon den Andarranern vor der Besiedelung dieser Ländereien durch die Ur-Caldrier heilig war. In seinem Herzen befand sich einer der wichtigsten Tempel Nedras, der Tempel der roten Hirsche, der bereits existierte, ehe die Ur-Caldrier die Gestade des heutigen Engonien betraten. Es war Männern verboten den Wald zu betreten, bei Frauen dagegen zu Zeiten der Andarraner Tradition, den Tempel aufzusuchen um dort ihre Kinder unter der Hilfe der Priesterinnen zur Welt zu bringen.

Bereits kurz nach Ausbruch des zweiten Brüderkrieges, im Jahre 257 nach Jeldrik, begingen die Soldaten des Lupus Umbra, angeführt von Alaron von Norngard, das Sakrileg den Wald zu betreten, den Tempel niederzubrennen und die Priesterinnen zu ermorden. Nur wenigen Anhängerinnen Nedras gelang die Flucht und der Tempel liegt bis heute in Ruinen.

 

Die Ruine

RuineAm Rande des Lorinan liegt eine verfallene Ruine. Die Burg wurde bereits im ersten Brüderkrieg um ca. 5 vor Jeldrik durch die Nekaner verwüstet und danach nie wieder aufgebaut. Die Menschen meiden seither die Ruine und die nähere Umgebung. Den Gerüchten zufolge soll es dort spuken. Es heißt, einst hätte ein junger Mann aus Wallheim für eine Mutprobe eine Nacht in den Ruinen verbracht. Am nächsten Morgen hätten ihn seine Freunde mit schlohweißem Haar zwischen den Mauern des einstigen Wehrturms am Boden zusammengekauert vorgefunden. Er hätte seit dem nie wieder ein Wort gesprochen und sei bis zu seinem Tode sehr sonderlich geblieben.

 

Die alte Straße

Einst führte eine Straße von Burg Norngard nach Elbfurt. Doch als die männlichen Norngarder den Glauben an Tior annahmen erzürnten sie die Göttin und das Land rings um Burg Norngard verwandelte sich in ein Moor, ähnlich den Japalsümpfen auf der anderen Seite der Sogur. Besonders schwer betroffen war die Region zwischen Burg Norngard und Elbfurt und schon bald war die Straße unpassierbar geworden. Viele, die diesen Weg dennoch nehmen wollten fanden, von Irrlichtern in den Tod gelockt, ein trauriges Ende im Sumpf.