Marie aus Wallheim

MarieRolle: Heilerin

Marie verbrachte den Großteil ihres Lebens auf dem bäuerlichen Gehöft ihrer Familie in Wallheim. Aufgrund seiner Abgeschiedenheit blieben Wallheim und damit auch seine Bewohner, von den Wirren des Bürgerkries verschont.

Als Tannjew von Norngard nach Ende des Bürgerkrieges die Ortschaften seines Lehens besuchte erlitt er in Wallheim einen Fieberanfall. Tannjew wurde im Haus von Maries Vater untergebracht und verbrachte mehrere Tage im Delirium. Marie oblag die Pflicht sich um den Herrn von Norngard zu kümmern. So verbrachte sie Tag um Tag in der Nähe von Tannjew, flößte ihm Kräutertränke ein und sprach Gebete zu Nedra. In dieser Zeit vernahm sie auch einige der zusammenhanglos erscheinenden Sätze, die der Fiebernde im Wahn sprach, die aber ob ihres Inhalts sehr beunruhigend klangen.

Nachdem Tannjew drei Tage später mit einem Mal wieder zu sich kam war gleich seine erste Frage: „Habe ich im Delirium gesprochen?“

Marie verneinte dies.

Noch am gleichen Tage fragte er Maries Vater, ob dieser seine Tochter in Tannjews Dienste stellen wolle, denn die Heilerin seines Vertrauens sei fern von Norngard und dieser Fieberwahn käme in regelmäßigen Abständen wieder. Maries Vater stimmte voller stolz zu. Sie selbst begleitete Tannjew auf seiner restlichen Reise und lebt seit dem auf Burg Norngard.

Heute ist Marie sich nicht mehr sicher, ob Tannjew ihr damals die Lüge abnahm und manchmal hegt sie den Verdacht, dass er sie nur deshalb eingestellt hat, um ihr Schweigen über die schrecklichen Dinge zu erkaufen, die er im Fieberwahn gestanden hat.

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Tannjew von Norngard